Menno, oder: Ranicki-Komplex in England


Ich wollte ja so gerne etwas vernünftiges und differenziertes schreiben, aber ich krieg es einfach nicht hin, emotionslos über den Rausschmiss meines Lieblingsmoderators und großen Vorbilds Russell Brand durch die scheißbigotte altehrwürdige BBC zu reden!

Was für eine heuchlerische Mistkacke! Anstatt dieses grandiose Entertainment mit Preisen zu würdigen wird hier wieder mal klar, dass wir aufklärerisch und meinungsfreiheitlich irgendwo im tiefsten Mittelalter festhängen. Na toll. Für Russell Brand ist jetzt leider erst mal Schluss. Warum? Darum:

Russell Brand und Co-Bad Boy Jonathan Ross riefen im Rahmen einer Radio-Show den Schauspieler Andrew Sachs (Manuel aus Fawlty Towers, sprich: wenn einer selbstironisch mit Verarsche umgehen können sollte, dann er!) an und behaupteten auf seinem Anrufbeantworter, Sex mit seiner Nichte gehabt zu haben. Natürlich schämten sie sich und riefen erneut an, um sich auf dem Anrufbeantworter zu entschuldigen. Natürlich machten sie alles nur schlimmer. Und das genau 4x! Saugeil, ich habe mich über zehn Minuten lang weggelacht Skandal!

Naja, jetzt hat England auch seine öffentlich-rechtliche Diskussion über Qualitätsfernsehen bzw. -unterhaltung und mit BBC-Chefin Lesley Douglas auch das erste Bauernopfer.

Teil 1 des Anrufs
Teil 2 des Anrufs

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