Knapp einer Katastrophe entgangen
Verfasst von Rouven am 19. Feb, 08:00
Gestern, auf dem Weg zur Arbeit, ging ich gedankenverloren die Arndtstraße hinunter. In der Regel, wenn ich so vor mich hinsinniere, bemerke ich relativ wenig von meiner Umwelt. Den bereits bekannten Weg gehen meine Beine fast wie von alleine und so lässt es sich prima beim Laufen rauchen und nachdenken.
Schließlich gibt es so viel, über das man nachdenken kann. Jedes Mal bin ich ganz hin und weg, wenn ich dabei feststelle, was für Sachverhalte noch einen Gedanken mehr vertragen könnten. Ich glaube, ich weiß bereits, dass ich heute auch darüber einmal nachdenken werde.
Doch auf der Höhe des Café Berlins wurde ich plötzlich laut angeschrien.
„Haaaaalt! Nicht weitergehen!!“ brüllte mich plötzlich ein gelbbewesteter Wüterich von vorne an und ich erschrak dermaßen, dass meine dünne Gestalt von dem Gebrüll-Gegenwind beinahe umgepustet wurde.
Erst nachdem ich ein, zwei Meter zurückgetaumelt bin, wurde ich eines Schildes gewahr, das ich bei meinem bisherigen, angestrengten Blick auf meine eigenen Füße wohl übersehen hatte: „Gasarbeiten! Kein offenes Feuer! Keine Zigaretten!“ stand darauf und mir fiel es wie Schuppen-Gestöber von den Augen, welch Katastrophe ich beinahe verursacht hätte.
Vor mir an der Kreuzung erhielt man nämlich ziemlich einfach Einblick in das Straßeninnere, emsige Arbeiter fuchtelten darin an der Gasleitung zwischen Café Berlin und Wunderbar.
„Vier Kneipen* auf einen Streich futsch – Rouven Ridder schuld“
So oder ähnlich hätte die Schlagzeile gelautet. Wahrscheinlich wäre ich bei der Aktion selbst futsch gewesen, und die Trauergesellschaft wäre aufgrund meiner Untat nicht mehr sehr groß ausgefallen.
Wie gut, das der gelbbewestete Wüterich dort stand und mich maßregelte. Es hätte nicht viel gefehlt und ich hätte eine einsame Beerdigung „erlebt“. Doch sein Lächeln verriet mir, dass er ein gedankenverlorenes Dasein entschuldigte, und weiter auf die Passanten aufpassen wollte.
Gut so. Manchmal sollte man mit offeneren Augen durch die Welt gehen. Ich würde aber auch ein recht schlechtes, totes Gewissen haben, wenn ich das Volk seiner Trinkquellen beraubte. Doch darüber muss ich mal morgen mit 'ner Zigarette nachdenken, wenn ich wieder dort entlang gehe.
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*In allen vier Ecken soll eine Kneipe drin stecken.
Schließlich gibt es so viel, über das man nachdenken kann. Jedes Mal bin ich ganz hin und weg, wenn ich dabei feststelle, was für Sachverhalte noch einen Gedanken mehr vertragen könnten. Ich glaube, ich weiß bereits, dass ich heute auch darüber einmal nachdenken werde.
Doch auf der Höhe des Café Berlins wurde ich plötzlich laut angeschrien.
„Haaaaalt! Nicht weitergehen!!“ brüllte mich plötzlich ein gelbbewesteter Wüterich von vorne an und ich erschrak dermaßen, dass meine dünne Gestalt von dem Gebrüll-Gegenwind beinahe umgepustet wurde.
Erst nachdem ich ein, zwei Meter zurückgetaumelt bin, wurde ich eines Schildes gewahr, das ich bei meinem bisherigen, angestrengten Blick auf meine eigenen Füße wohl übersehen hatte: „Gasarbeiten! Kein offenes Feuer! Keine Zigaretten!“ stand darauf und mir fiel es wie Schuppen-Gestöber von den Augen, welch Katastrophe ich beinahe verursacht hätte.
Vor mir an der Kreuzung erhielt man nämlich ziemlich einfach Einblick in das Straßeninnere, emsige Arbeiter fuchtelten darin an der Gasleitung zwischen Café Berlin und Wunderbar.
So oder ähnlich hätte die Schlagzeile gelautet. Wahrscheinlich wäre ich bei der Aktion selbst futsch gewesen, und die Trauergesellschaft wäre aufgrund meiner Untat nicht mehr sehr groß ausgefallen.
Wie gut, das der gelbbewestete Wüterich dort stand und mich maßregelte. Es hätte nicht viel gefehlt und ich hätte eine einsame Beerdigung „erlebt“. Doch sein Lächeln verriet mir, dass er ein gedankenverlorenes Dasein entschuldigte, und weiter auf die Passanten aufpassen wollte.
Gut so. Manchmal sollte man mit offeneren Augen durch die Welt gehen. Ich würde aber auch ein recht schlechtes, totes Gewissen haben, wenn ich das Volk seiner Trinkquellen beraubte. Doch darüber muss ich mal morgen mit 'ner Zigarette nachdenken, wenn ich wieder dort entlang gehe.
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*In allen vier Ecken soll eine Kneipe drin stecken.
16 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Lord Extra (anonym) - 19. Feb, 09:41
Die größte Gefahr geht also von Intellektuellen aus, weil deren Köpfe auf offener Straße rauchen!
Rouven - 21. Feb, 11:51
Wo sonst, wenn nicht auf offener Straße?
Julia (anonym) - 20. Feb, 13:21
*hüstel* Ich kenn keine der drei Kneipen... Mir wäre ihr verschwinden also gar nicht aufgefallen! *hüstel*
little james (anonym) - 20. Feb, 17:32
dann wird es aber zeit. solange sie noch stehen :)
@irsign (anonym) - 20. Feb, 18:12
Aber du wohnst schon in Bielefeld!?! ;)
Batemag (anonym) - 20. Feb, 18:20
Das gibt mir aber auch ganz schwer zu bedenken! Und warum "drei"?
Julia (anonym) - 20. Feb, 18:34
@ little james und @irsign: Ja, ich wohne in Bielefeld. Aber bisher... mag da mal jemand mit mir hingehen, oder sich dort mit mir treffen. ;-) ? LOL. Keine Ahnung... bisher hab ich mich in dem Viertel nicht rumgetrieben...
Bateman (anonym) - 20. Feb, 18:37
Also, im besagtem Laden bin ich regelmäßig anzutreffen. Rouven kann's bestätigen ;)
little james (anonym) - 20. Feb, 23:33
@ julia: na klar :) aber erst mal kommst du zum bloggertreffen in die tangente, oder? und dann machen wir die vier anderen läden mal unsicher.
Julia (anonym) - 20. Feb, 23:43
@ little james: Wann ist denn besagtes Bloggertreffen? Und wo ist die Tangente? *rotwerd*
@irsign (anonym) - 20. Feb, 23:55
BloggerTreff
Alles zum Bloggertreffe steht heir:
http://brohm.twoday.net/stories/4695095/
Wir zählen auf dich.;)
Außerdem solltest du wirklich mal ins Vier-kneipen-eck gehen, denn
a) ist im Cafe Berlin donnerstags Cocktailtag,
b) hat ja die Wunderbar wieder aufgemacht (okay, war ich seit dem auch noch nicht da),
c) legen im Desperados manchmal nette Leute gute Musik auf und
d) ist es nicht weit zum Mellow Gold und Kado Sushi.
http://brohm.twoday.net/stories/4695095/
Wir zählen auf dich.;)
Außerdem solltest du wirklich mal ins Vier-kneipen-eck gehen, denn
a) ist im Cafe Berlin donnerstags Cocktailtag,
b) hat ja die Wunderbar wieder aufgemacht (okay, war ich seit dem auch noch nicht da),
c) legen im Desperados manchmal nette Leute gute Musik auf und
d) ist es nicht weit zum Mellow Gold und Kado Sushi.
@irsign (anonym) - 21. Feb, 14:51
Ach so, Tangente ist in der Nähe vom real,- und Ravensberger Park (und dem Finanzamt). Wenn du an der Heeper Str. entlang fährst und das BLACK ROSE siehst, dann einfach in die Straße einbiegen, nicht bis zum Helmholtz Gym. fahren, vorher siehst du nämlich links auf der Ecke die Tangente.
Julia (anonym) - 21. Feb, 16:52
Ah, ok ich erinnere mich wieder... Bin da früher ganz oft vorbei gelaufen...



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