Was ich unbedingt noch loswerden wollte...




...so kurz vor Heiligabend. Ein paar Gedanken von mir zum Fest. Nachdenklich, besinnlich, dankbar.

Vorab: Alles, alles Gute für die Feiertage von Rouven und mir. Aber Fakt ist ja nun mal: Weihnachten ist ein riesengroßer Schwindel. Das Christkind wurde erwiesenermaßen weder am 24. noch am 25. Dezember geboren - alles nur faule Kompromisse, um die Heiden zum Christentum zu bekehren. Andererseits ist das auch egal. Denn ja, ich mag die Weihnachtszeit. Ich mag die schnulzigen Balladen, die an Weihnachten hier und da zu hören sind, ich mag klassisches weihnachtliches Liedgut, ich mag Tannenbäume, ich mag das Coca-Cola-Rot, das überall zu sehen ist und vor allem mag ich, dass es früh dunkel wird und überall kleine Leuchten leuchten.

Ich mag den Weihnachtsmarkt, auch und vor allem den Bielefelder - scheiß auf Münster - und ich mag das Weihnachtskeksebacken. Und ich mag, dass alle Menschen über alles mögliche nachdenken und besinnlich werden.

Markus hat so recht. Es ist eine furchtbare Welt, die unsrige, in der ein kleines Mädchen den Herzenswunsch hat, sie "wünsche sich eigentlich ein bißchen mehr Zeit wo sie mit ihrer Mutter zusammen kuscheln kann". Sind nur Markus und ich so altmodisch, dass das selbstverständlich sein sollte? Mein Gott, ich wünsche mir auch so sehr, diese Anna-Maria hätte sich eine Playstation gewünscht.

Überhaupt wünschen. Eine Lieblingsbeschäftigung vieler Blogger. Ebenjener Markus und auch der Sacha, die wünschen sich dies und das. Da wollte ich natürlich nicht nachstehen, aber andererseits, was wünsche ich mir?

Nicht, dass ich wunschlos glücklich wäre. Glücklich schon, sehr sogar, glücklicher als je zuvor, aber wunschlos wäre übertrieben. Ich tue mich nur schwer mit Wünschen in diesem Jahr. Ich bin schon reich beschenkt worden.

Wie gesagt, ich bin glücklicher als je zuvor, vor allem in Sachen Liebe. Ferner habe ich mir einen Lebenstraum erfüllt und nicht nur einen Roman zu Ende geschrieben, sondern ihn auch zur Veröffentlichung gebracht und Menschen mit meiner Geschichte glücklich gemacht. Das ist unbezahlbar. Genauso wie die Tatsache, dass ich mittlerweile zu den erfolgreichsten Slam Poeten Deutschlands gehöre und auf Augenhöhe auf der selben Bühne mit meinen Vorbildern und Idolen stehe. Ich werde 2008 das eine oder andere Mal im Fernsehen zu sehen sein. Ich habe unglaublich viele tolle Menschen auf diesen Bühnen und vor diesen Bühnen kennengelernt, so viele, dass ich sie gar nicht alle aufzählen kann, selbst wenn ich es versuche. Ich habe viele wunderbare Städte entdeckt, Marburg, St. Gallen, Landsberg, Koblenz, Leipzig, Freiburg, Bochum uva. und habe herausgefunden, wo mein Herz liegt. Dafür muss man einfach Danke sagen. Auch dafür, dass ich mir bereits kurz vor Weihnachten selbst einen Wunsch erfüllen konnte.



(Scharri und ich nach dem Doppelsieg im Substanz-Club, München)

Denn auf den Tag genau 13 Monate, nachdem ich bei den deutschen Meisterschaften 2006 in der Vorrunde im Substanz-Club um 0,4 Punkte am Halbfinale gescheitert war tilgte ich diese Schmach mit einem wunderbaren Doppelsieg beim größten Poetry Slam Europas! Der Abend war definitiv das Größte, was ich je in Sachen Slam erlebt habe. Danke, dass ich mir diesen Wunsch erfüllen konnte (und wer sich hier die Audio-Dateien runderlädt wird beim "Helgaaa"-Text spüren, wie elektrisch der Abend war...).

2007 war ein tolles Jahr. Ein tolles Jahr, das ich mit vielen wunderbaren alten und wiedergewonnenen sowie vielen neuen Freunden genießen konnte. Hey Sven, unglaublich, dass ich erst das sparrenblog gründen musste, um einen sehr, sehr guten neuen Freund wie dich gewinnen zu können. Und Rouven: mit dir zusammen zu wohnen macht Spaß. Bleib hier. Und Markus, was soll ich sagen - du weißt Bescheid. Ich liebe dich, Mann. Und Patrick, Digger, du hast die Wahrheit in dir drin. Du bist was Besonderes. Und Nadja, ohne dich wäre vieles schwieriger gewesen und bloß halb so schön. Ach, es gäbe so viele, die ich erwähnen müsste. Karsten, Ralph, Thomas, Sebastian, Schuster, Dorian, das Straußen-Ei, Goehre, Bernd, Hartmut, Rieke, Savas, Solveig, Reimund, Tolga, Alex, Volker, Sacha, Stefanie. Die Hermannstraßen-WG und die anderen P-Leude. Matze B. aus H. Unsere Sneak-Clique. Fuck, es sind zu viele.

Aber ihr müsst natürlich erwähnt werden, liebe Leser des sparrenblogs. Egal, ob wir uns hier gestritten haben oder einer Meinung waren, einen Freistaat gegründet oder zusammen gebangt (Arminia!) haben - ohne euch wäre das hier gar nichts und auch im Namen von Rouven bedanke ich mich für eure Treue.

Wie gesagt, ich bin nicht wunschlos. Aber ich bin glücklich. Und am heutigen Heiligabend werde ich mich nach dem ganzen Standard-Trubel irgendwann irgendwo allein hinsetzen, ich werde darüber nachdenken, dass ich nicht viel Geld habe, nicht viele Besitztümer, aber dafür beide Beine, beide Arme, beide Augen und Glück. Sehr viel Glück. Es geht mir gut. Und wer kann das schon heutzutage von sich behaupten.

Und dann, dann werde ich das Radio einschalten und vielleicht, ganz vielleicht spielen sie dann mein Weihnachts-Lied 2007. Ich werde dabei an euch denken.

Habt einen schönen Abend, ihr Lieben!


Name

Url

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:


JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neues Bild

 

button_startseite
button_worum
button_autoren
button_impressum

rss
abschluss

Werbunk 1

Suche

 

Die letzte 3 Kommentare

@ little james
Onkel Otto (anonym) - 7. Okt, 01:23
und überhaupt
Käpt'n Nuss (anonym) - 7. Okt, 01:16
blablubb ahaa
anca (anonym) - 6. Okt, 23:46

Werbunk 2

Archiv

Dezember 2007
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 2 
12
15
23
25
27
30
 
 
 
 
 
 
 

Status

Online seit 741 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 7. Okt, 01:23

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

User Status

Du bist nicht angemeldet.