Lisa (Gast) - 11. Apr, 15:53

Bin ja mal gespannt, ob ihr nach diesem Beitrag je wieder im NW-Blogspot erwähnt werdet... ;))))

Lothar Schmalen (Gast) - 11. Apr, 20:17

Das muss mal gesagt werden

(Hier spricht der Lokalchef der NW) Dr. Oetker, Bielefelds einzige Weltfirma, erwirtschaftet mit Pizza weltweit 500 Millionen (!) Euro Umsatz. Selbst in Italien, dem Ursprungsland unserer geliebten und mindestens einmal am Schreibtisch verschlungenen Pizza, ist Oetker inzwischen Pizza-Marktführer. In Bielefeld arbeiten 1.800 Menschen bei Oetker. Was bitte schön soll denn eigentlich sonst unsere journalistische Aufgabe sein, wenn nicht zu beobachten, zu analysen und darüber zu berichten, wie die Firma Oetker mit ihrem bei weitem wichtigsten Produkt umgeht?? Leute, bitte künftig einmal kurz nachdenken, bevor ihr die NW-Lokalredaktion für dümmer verkauft als sie ist.
Ob der "sparrenblog" nach der Kritik an unserer Oetker-Berichterstattung weiter im NW-Blogspot vorkommt? Hey, wenn wir so kleinkariert wären, hätten wir den Blogspot gar nicht erfunden!!
Jan (Gast) - 11. Apr, 20:27

Wow!

Da ziehe ich meinen Hut. Dass Sie hier Stellung beziehen, beeindruckt mich! Respekt!
cos (Gast) - 11. Apr, 21:07

Bizza?

Allerdings schafft es das Sparrenblog nur ins nächste Blogspot, wenn wir dort das heiß ersehnte "B" vom Bielefeld-ABC präsentieren können. Oder Teil II von "Rouven Ridder im Gespräch mit Marc Tönsing".
mischa_verollet - 11. Apr, 21:31

Sehr geehrter Herr Schmalen,

vorab ein herzliches Willkommen im sparrenblog, ich freue mich sehr, dass Sie auf unseren Beitrag und unsere Kritik antworten. Ich schließe mich Jan an, und ziehe meinen Hut.

Natürlich ist Berichterstattung über lokale Firmen - vor allem, wenn sie in solch einer Form "von Welt" sind, wie die Oetker-Gruppe - legitim und wünschenswert und von Interesse für den Leser. Die Berichterstattung über Dr. Oetker im Allgemeinen kritisieren wir auch nicht. An dieser Stelle ein kleiner Exkurs: Die komplette Berichterstattung des Ablebens von Herrn Oetker gehörte zu den Highlights Ihrer Zeitung der letzten Jahre. Sämtliche Artikel habe ich mit großem Interesse gerne gelesen. Aber zurück zum aktuellen Artikel. Es ist in diesem Falle die Form, die wir kritisieren. Und ich wiederhole: Das war Product Placement, wie es besser nicht geht, was ich nicht nur anhand der benannten Bilder, sondern auch der zitierten Textpassagen belegt zu haben meine. Das ist natürlich meine subjektive Vermutung, aber ich bleibe dabei. Anders und absichtlich überspitzt ausgedrückt: 75 % des Inhalts hätte der Leser auch einer entsprechenden Anzeige und / oder dem Pressetext entnehmen können.

Was Ihre journalistische Aufgabe angeht, steht es mir natürlich in keinster Weise zu, Ihnen irgendetwas vorzuschreiben. Ich bin a) kein Journalist und b) haben Sie mir in Ihrer Position vieles an Erfahrung voraus. Um aber dennoch auf Ihre (eventuell rhetorisch gemeinte?) Frage einzugehen: Mein Basisverständnis von investigativem Journalismus wurde stark durch Ihren Mitarbeiter Kurt Ehmke geprägt, bei dem ich im Rahmen meiner Tätigkeit für die Jugendseite J2 und anschließend als freier Mitarbeiter "in die Lehre" gegangen bin. Kurt hat uns immer dazu angehalten, kritisch und aufgeschlossen mit dem Objekt unserer Recherche umzugehen, alles im positiven Sinne zu hinterfragen. Vielleicht bin ich ein Träumer, aber das zählt für mich bis heute immer zum A und O. Und deckt sich mit Ihrer Aussage, beobachten, analysieren und darüber berichten zu wollen. Dazu gehört das investigative Hinterfragen. Manchmal ist das natürlich nicht notwendig, wie zum Beispiel bei einem solchen Produkt wie dem von Dr. Oetker. Dann ist eine ausnahmslos positive Berichterstattung meiner Meinung nach völlig OK. In meinen Augen hat der Oetker-Artikel an manchen Stellen heute aber diesen Rahmen verlassen und stark die Grenzen der Schleichwerbung touchiert, wenn nicht sogar überschritten (siehe Zitate). Gepaart mit den Bildern ergibt das insgesamt den Eindruck geschickten Product-Placements. Und nichts anderes habe ich kritisieren wollen. Dass es zuweilen dann doch recht polemisch klingt liegt am blogtechnischen Ansatz, ich hoffe, das sehen Sie uns nach. Das ist nun mal das blogtechnische Privileg, uneingeschränkt subjektiv sein zu dürfen :)

Eins möchte ich zum Abschluss klarstellen: Mit meinem Artikel wollte ich der NW keine finanziellen Vorteile durch dieses Product Placement unterstellen. Die Aufbereitung des Oetker-Artikels halte ich dennoch für ungeschickt. Nicht mehr, und nicht weniger, vielleicht können wir uns ja darauf einigen!

Vielen Dank noch mal für Ihren Besuch und Ihre Stellungnahme, ich hoffe, Sie beehren uns wieder!

Viele Grüße,
Mischael-Sarim Vérollet
mischa_verollet - 11. Apr, 21:32

@cos:

Kommt :) Allerdings war ich in der letzten Woche vollauf beschäftigt, siehe hier: http://sparrenblog.twoday.net/stories/3541304/

Jetzt kann ich mich auch wieder dem ABC widmen! Versprochen!

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