Pölter, Plörre und Pinöckel
Verfasst von Rouven am 23. Jan, 22:41
Rubrik: "Ich mach's mir einfach, Markus!"
Zur Zeit bin ich Teilnehmer eines germanistischen Kolloqiums an der Uni Bielefeld. Dort artete gestern der Vortrag einer Kommilitonin in eine mehr als ausgelassene Runde aus. Das Thema ihrer geplanten Dissertation beinhaltet u.a. Interferenzen zwischen dem Standarddeutschen und dem Westfälischen, speziell bei Menschen, die nicht aus Westfalen stammen, hier aber ihre neue Heimat gefunden haben.
Schnell holte die Runde - unter ihnen 3/4 Westfalen - Begriffe hervor, die in Wortlisten nicht fehlen dürfen, um diese bei einer Untersuchung abzufragen. In der Folge kam nicht nur der berühmte "Pömpel" zum Zuge, auch der eher unbekannte "Griebsch" (Kerngehäuse des Apfels) wurde genannt.
Die "Buxe" durfte auch nicht fehlen, ebensowenig wie der "Pölter" (Schlafanzug).
Aber auch im Bereich der Verben wurden wir schnell fündig: Wer "ramentert" und "wullackert" nicht gerne, "dölmert" und "lürt" etwas mit Bindfäden zurecht?
Je länger man darüber nachdenkt, um so fündiger wird man im Westfälischen, auch, wenn man immer behauptet, der Unterschied zum Standard wäre nur im Lautlichen ("Kiache" *gähn*) zu finden. Wiglaf Droste wusste davon auch bereits zu berichten.
Beim gestrigen Termin "kalberten" wir dann umso länger herum und sogar der Herr Prof. hatte sichtlich seinen Spaß. So gerieten wir mit der Sammlung immer schneller in die "Puschen".
Wir stellten dann auch schnell fest, dass offenbar noch niemand konsequent eine Art westfälisches Wörterbuch in den Druck gebracht hat. Bedauerlich.
Eine laienlinguistische Zusammenstellung von typischen Begriffen existiert offenbar für den Gütersloher Bereich. Diese könnte aber mit Sicherheit auch in Bielefeld Anwendung finden.
Wir finden doch hier bestimmt noch mehr, oder?
Zur Zeit bin ich Teilnehmer eines germanistischen Kolloqiums an der Uni Bielefeld. Dort artete gestern der Vortrag einer Kommilitonin in eine mehr als ausgelassene Runde aus. Das Thema ihrer geplanten Dissertation beinhaltet u.a. Interferenzen zwischen dem Standarddeutschen und dem Westfälischen, speziell bei Menschen, die nicht aus Westfalen stammen, hier aber ihre neue Heimat gefunden haben.
Schnell holte die Runde - unter ihnen 3/4 Westfalen - Begriffe hervor, die in Wortlisten nicht fehlen dürfen, um diese bei einer Untersuchung abzufragen. In der Folge kam nicht nur der berühmte "Pömpel" zum Zuge, auch der eher unbekannte "Griebsch" (Kerngehäuse des Apfels) wurde genannt.
Die "Buxe" durfte auch nicht fehlen, ebensowenig wie der "Pölter" (Schlafanzug).
Aber auch im Bereich der Verben wurden wir schnell fündig: Wer "ramentert" und "wullackert" nicht gerne, "dölmert" und "lürt" etwas mit Bindfäden zurecht?
Je länger man darüber nachdenkt, um so fündiger wird man im Westfälischen, auch, wenn man immer behauptet, der Unterschied zum Standard wäre nur im Lautlichen ("Kiache" *gähn*) zu finden. Wiglaf Droste wusste davon auch bereits zu berichten.
Beim gestrigen Termin "kalberten" wir dann umso länger herum und sogar der Herr Prof. hatte sichtlich seinen Spaß. So gerieten wir mit der Sammlung immer schneller in die "Puschen".
Wir stellten dann auch schnell fest, dass offenbar noch niemand konsequent eine Art westfälisches Wörterbuch in den Druck gebracht hat. Bedauerlich.
Eine laienlinguistische Zusammenstellung von typischen Begriffen existiert offenbar für den Gütersloher Bereich. Diese könnte aber mit Sicherheit auch in Bielefeld Anwendung finden.
Wir finden doch hier bestimmt noch mehr, oder?
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