Die Sache mit den Klapphandys
Verfasst von mischa_verollet am 12. Dez, 08:38
Ich habe ja selbst auch so ein Klapphandy. Schon immer schielte ich auf die Dinger, die von Haus aus eine Coolness mitbringen, die weder der gute alte Standardknochen noch die neuen Schiebehandys draufhaben. Die Theatralik, die das Aufmachen und das Schließen eines Klapphandys hat, ist nicht zu überbieten. Allein an der Art und Weise, wie jemand nach einem Gespräch sein Klapphandy schließt (sanft mit beiden Händen, ein seliges Lächeln im Gesicht=er hat sich grad von seiner geliebten Frau verabschiedet; zitternd, vorsichtig, mit beiden Händen=sein Chef hat ihn grad zur Schnecke gemacht; einhändig, mit einem lauten Knack und erhobenem Arm=er hat aus Prinzip gekündigt, und seinem Vorgesetzten klar gemacht, dass es so nicht weitergeht!), kann man die Gesprächsart erkennen. Mit dem Klapphandy geht man wieder zurück zu den Urzeiten des Telefons, mal legt wirklich wieder auf, und drückt nicht nur das Gespräch weg. Kurz: Ein Klapphandy ist ein Handy für Männer!
Nicht umsonst spielen Klapphandys eine große Rolle in Departed - Unter Feinden, dem großartigen Martin Scorsese Remake des Hong Kong-Kults Infernal Affairs. Es wird alles mit dem Handy geregelt, und zwar mit dem Klapphandy, denn nicht nur einmal wird dieses theatralisch zugeklappt, und da sind wir uns ja wohl einig, dass ein simples auf das rote Knöpfchen drücken zum Beenden des Gesprächs nicht die gleiche Wirkung hätte. Leonardo Di Caprio hat sogar derer zwei, was ihm auch irgendwann zum Verhängnis wird. Nur Jack Nicholson als Gangsterboss Frank Costello schlägt ein wenig aus der Art mit seinem Billig-Handy (Nokia Einstiegsmodell, wenn ich es richtig gesehen habe).
So bleibt nur noch eine Frage (wie ich sie in einer anderen Rezi gelesen habe): Wie haben sich Gangster und Bullen eigentlich vor der Handy-Ära überwacht, abgesprochen und ihre Geschäfte erledigt?
Nicht umsonst spielen Klapphandys eine große Rolle in Departed - Unter Feinden, dem großartigen Martin Scorsese Remake des Hong Kong-Kults Infernal Affairs. Es wird alles mit dem Handy geregelt, und zwar mit dem Klapphandy, denn nicht nur einmal wird dieses theatralisch zugeklappt, und da sind wir uns ja wohl einig, dass ein simples auf das rote Knöpfchen drücken zum Beenden des Gesprächs nicht die gleiche Wirkung hätte. Leonardo Di Caprio hat sogar derer zwei, was ihm auch irgendwann zum Verhängnis wird. Nur Jack Nicholson als Gangsterboss Frank Costello schlägt ein wenig aus der Art mit seinem Billig-Handy (Nokia Einstiegsmodell, wenn ich es richtig gesehen habe).
So bleibt nur noch eine Frage (wie ich sie in einer anderen Rezi gelesen habe): Wie haben sich Gangster und Bullen eigentlich vor der Handy-Ära überwacht, abgesprochen und ihre Geschäfte erledigt?
10 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Markus Freise (Gast) - 12. Dez, 10:28
... mit dem quirligen Schwarzen in der Seitengasse, der Schuhe geputzt hat. Wusste immer über alles bescheid, der gute. Oh Mann, der ist vom Handy wegrationalisiert worden.
Lampe (Gast) - 12. Dez, 11:25
Öhh.....Sprechfunk und Handzeichen?
Coole Klapp-Handys hin oder her, aber das wirklich aller coolste:
Ein Mann hebt langsam ein schwarzes Ding zum Mund, drückt auf eine Taste .... "Ich gehe jetzt rein!" ...kurzes statisches Rauschen... und der schwarze Lederschuh trifft die Tür auf Höhe des Schlosses. Wumme in der Hand, Funkgerät am Gürtel.....
Vergiss Klapp-Handys!
Coole Klapp-Handys hin oder her, aber das wirklich aller coolste:
Ein Mann hebt langsam ein schwarzes Ding zum Mund, drückt auf eine Taste .... "Ich gehe jetzt rein!" ...kurzes statisches Rauschen... und der schwarze Lederschuh trifft die Tür auf Höhe des Schlosses. Wumme in der Hand, Funkgerät am Gürtel.....
Vergiss Klapp-Handys!
Name (Gast) - 12. Dez, 19:18
Schieben ist aich ganz schön
Da hast du es also wirklich noch ins Kino geschafft. Ich habe während des Films auch gesagt, dass die ganze schöne Geschichte ohne Handys nie funktionieren könnte. Eigentlich haben die Handys ja sogar eine größere Rolle als Matt Damon, Leonardo die Caprio und (Achtung!) Marky Mark zusammen.
Nadja (Gast) - 12. Dez, 19:20
Zu blöd zum kommentieren
Ersten: mein Name ist Nadja.
Zweitens: auch, nicht aich. Meins kann man schieben. Macht auch Spaß. Funtkioniert aber nur lässig und niemald, wie beim Klappen, theatralisch.
Zweitens: auch, nicht aich. Meins kann man schieben. Macht auch Spaß. Funtkioniert aber nur lässig und niemald, wie beim Klappen, theatralisch.
Nadja (Gast) - 12. Dez, 19:21
Ich habe mich schon wieder vertippt und gehe jetzt weinen.
mischa_verollet - 12. Dez, 21:51
@Nadja:
Nicht weinen! Die Qwertz-Tastatur ist ein Biest!
Jau, sind tatsächlich noch reingegangen. Und es spricht sehr für den Film, dass ich nicht eingeschlafen bin. Man, war ich fäddich Montag früh! Aber wirklich sehr guter Film!
@Lampe:
Es kommt tatsächlich auch das gute alte Funkgerät zum Einsatz. Aber wie in nem anderen Kommentar schon erwähnt: Ohne Handys würde der Plot gar nicht funktionieren!
@Markus: Stimmt!
@Nadja: Siehe: http://docs.voxeo.com/images/tutorials/marky.jpg :)
Nicht weinen! Die Qwertz-Tastatur ist ein Biest!
Jau, sind tatsächlich noch reingegangen. Und es spricht sehr für den Film, dass ich nicht eingeschlafen bin. Man, war ich fäddich Montag früh! Aber wirklich sehr guter Film!
@Lampe:
Es kommt tatsächlich auch das gute alte Funkgerät zum Einsatz. Aber wie in nem anderen Kommentar schon erwähnt: Ohne Handys würde der Plot gar nicht funktionieren!
@Markus: Stimmt!
@Nadja: Siehe: http://docs.voxeo.com/images/tutorials/marky.jpg :)
Nadja (Gast) - 13. Dez, 00:59
Oha, Marky Mark in so richtig eklig.
Ich war Montag schrecklich sehr müde und habe die Uni am Morgen lieber ausfallen lassen. Es erging mir aber gut und ich fand es auch sehr schön, ja, sehr.
Ich war Montag schrecklich sehr müde und habe die Uni am Morgen lieber ausfallen lassen. Es erging mir aber gut und ich fand es auch sehr schön, ja, sehr.



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